#2

Uwe Mergel

Deutschland

Hallo, ich meine aus meiner oft erlebten Erfahrung, Weiterbildung und Qualifizierung sind oft nicht so identisch wie die jeweiligen Anforderungen auf dem Arbeitsmarkt, in der Praxis, da sind die möglichen Arbeitgeber und auf der anderen Seite viele zertifizierte Bildungsträger, die das wunderbar beherrschen, Zertifizierung und da wieder was Audit, da eine Maßnahme schnell zertifizieren, denn sonst hat man ja keine Chance bei so vielen Mitbewerbern. So entsteht viel zusätzliche Bürokratie, viele Nachweispflichten gegenüber Kostenträgern und intern, aber die Arbeit mit den Menschen kommt oft viel zu kurz. Die Maßnahmen und Projekte werden ja nicht von der Wirtschaft oder den möglichen Arbeitgebern bezahlt und vorher ausgeschrieben, sondern vom Staat, den zuständigen Kostenträgern, Regionalen Einkaufszentren, Agentur für Arbeit, Jobcenter etc. Da fängt es an, dass oft Inhalte von zertifizierten und noch so guten Weiterbildungen und Qualifizierungen an der Praxis vorbei gehen, die Leute dann trotz Weiterbildung oft nur in Praktika, Nebenbeschäftigungen oder leider nicht in Arbeit kommen.

#1

Klaus Neugebauer

Worms, Deutschland

Weiterbildung im Facility Management

Dienstleistung - ein Begriff in aller Munde!  Doch sind wir wirklich Dienstleister?

Richtig ist, dass dieser Markt sich stetig entwickelt und Milliarden Umsätze geschrieben werden. Zunehmend mehr besteht die Forderung in Unternehmen Einsparungen zu erzielen. Hierzu fehlen insbesondere aber auch die Fachleute, da insbesondere die rechtlichen Anforderungen gewachsen sind. Das Instrument dieser Kostenspirale entgegen zu wirken heißt Facility Management.

Hierzu eine kurze Erläuterung was Facility Management bedeutet, da dies oft nicht durchgängig bekannt ist.

Facility Management ist die ganzheitliche, gewerkübergreifende Betrachtungsweise einer Immobilie oder Liegenschaft und wird heute in der DIN EN 15221-1 wie folgt definiert:

Facility Management ist eine Aufgabe, die jede Organisation für Ihre Unterstützung der Primärprozesse benötigt, um effizient und effektiv alle Veränderungen aktiv zu begleiten und nach dem Bedarf der Primärprozesse auszurichten.

Facility Management (FM) ist ein Managementinstrument und bietet Handlungsweisen und Strukturansätze für die Umsetzung von Facility Services Leistungen. Die GEFMA (German Facility Management Association) hat eine Reihe von Richtlinien erarbeitet, welche heute als Grundlagen für die Umsetzung in Unternehmen herangezogen werden.

Demzufolge werden eine Vielzahl von Weiterbildungen angeboten.

Als erster Anbieter in diesem Fachsegment hat sich die GEFMA (German Facility Management Assoziation) etabliert. Die IHK und der Zentralverband des Handwerks haben nachgezogen. Sämtliche Weiterbildungen haben grundsätzlich die gleiche Zielsetzung, unterscheiden sich aber teilweise im Preis und der Lehrgangsdauer.

Derzeit gibt es zwei Weiterbildungen zum Fachwirt für Gebäudemanagement (HWK), welche sich aber in der Lehrgangsform, der Länge und im Preis unterscheiden. Zum einen ist dies die längere und teure Weiterbildung in Form von Blended Learning und zum anderen die günstigere Fortbildung in Form von Präsenzunterricht. 

Unter dem Gesichtspunkt heutiger Arbeitsbelastung stellt sich die Frage: Welche Lehrgangsform die Geeignetere ist. Aus der Sicht des Lernenden ist aufgrund dieser Problematik der Präsenzunterricht von Vorteil, da in dieser Lehrgangsform wesentlich weniger Heimarbeit geleistet werden muss. Zudem hat diese den Vorteil direkt mit den Teilnehmern Auge in Auge zu kommunizieren und deren Erfahrungen in den Unterricht einzubinden und zu diskutieren, da gerade diese Darstellungen und Erfahrungen sehr wesentlich zum Lernerfolg beitragen.  Des Weiteren lassen sich im Präsenzunterricht Fallbeispiele in Workshops besser bearbeiten und verbessern somit das Prozessdenken.

Prozessdenken sollte ein wesentlicher Bestandteil einer zeitgemäßen Weiterbildung im Facility Management sein, da dies eine wesentliche Aufgabe heutiger Objektmanager darstellt und Grundlage jeglichen Handelns eines Objektmanager ist.

Facility Management definiert sich heute in der DIN EN 15221-1 und soll sogar ab dem Jahre 2015 international standardisiert werden. In der Kurzfassung bedeutet Facility Management sämtliche Sekundärprozesse effektiver und effizienter zu gestalten. Und eben hierin liegt der wesentliche Unterschied zu dem noch verankerten Glauben, dass Facility Management ein neuer Begriff für Hausmeistertätigkeiten ist.

Der heutige Markt fordert eine zeitgemäße Objektbewirtschaftung, ausgerichtet auf Rechtskonformität und Prozessorientierung.

 

Klaus Neugebauer

 

 

 


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Klaus Neugebauer

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