Betriebsräte berichten zunehmend, dass immer mehr Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnnen gesundheitlicher Probleme infolge permanenter Stresssituationen haben. Das engmaschige Controlling sowie die permanente Reorganisation der Unternehmen wo unrentable Bereiche verkleinert oder ganz geschlossen werden, belasten und überfordern jeden Arbeitnehmer. Für die Beschäftigten bedeutet dies permanente Unsicherheit, da sie sich immer wieder neu anpassen sowie mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes rechnen müssen.Um dem großen Übergewicht dieser Belastung entgegenzuwirken, möchte ich die Lobkultur in Unternehmen einführen. Ein Kommunikationsmodell welches ein hohes Maß an Transparenz des Informationsflusses, nicht nur auf der fachlichen, Ebene sondern besonders auf der Beziehungsseite gewährleistet. Hierbei geht es nicht nur um Kommunikation, sondern um die innere Haltung der Wertschätzung gegenüber allen Dienstleistungen.
Ich verstehe dies als kulturelle Bildung (cultura: Bearbeitung, Pflege), die unumgänglich notwendig ist um den wachsenden Leistungsdruck auf dem Arbeitsmarkt stand zu halten. Der Mensch braucht immer beides: Zivilisation und Kultur. Fördert man nur das Eine, läuft man unweigerlich Gefahr, dass das Andere zerbricht. Kultur besteht in der Entwicklung und Verfeinerung einmal gewonnerer Güter und was sollte das höchste Gut sein als der Mensch selbst?
Das positive Feedback, die Auseinandersetzung mit Arbeitnehmern und Arbeitgebern im offenen Feedback, basierend auf Artikel 1 des GG ist der erste Meilenstein in der Einführung der LOB KULTUR.
Beste Grüße
Claudia Schüchen